Bitte lesen Sie diese Seite bevor Sie sich einen Welpen kaufen!

 



Püppi


Florentine


Chakra


 

Diese Seite ist entstanden, nachdem uns Chablis gemeldet wurde.
Chablis hat inzwischen in Frankreich ein neues Zuhause gefunden. Sie steht für viele Hündinnen, die kein Welpenkäufer zu Gesicht bekommt.

Wenn Ihr neues Familienmitglied aus bestimmten Gründen ein Welpe sein soll, warum nicht? Denn schließlich würde es ohne Welpen und vernünftige Züchter keine Dalmatiner mehr geben! Aber bitte achten Sie darauf, dass es sich um einen ordentlichen Züchter (ein dem VDH angeschlossenen Züchter) handelt. Kaufen Sie nicht bei Vermehreren oder sogenannten "Privataufzuchten" bzw. aus liebevoller Hobbyzucht ohne Papiere.

Warum?

Um als Züchter in einem der vier Dalmatiner-Mitgliedsverbänden des VDH (DDC, CDF, DVD oder DZGD) einen Wurf groß zu ziehen, bedarf es vieler Überlegungen hinsichtlich der Verpaarung und einiger Vorbereitungen. Um eine bestmögliche Aufzucht der Welpen zu gewährleisten, wird vor dem geplanten Wurf die Zuchtstätte besichtigt und abgenommen. Auch das Wissen der Züchter bezüglich Zucht und Aufzucht wird überprüft.
Desweiteren müssen einige Richtlinien eingehalten werden. So müssen u.a. beide Elterntiere beidseitig hörend sein, um die Taubheit zu verringern. Beide Elterntiere werden HD geröntgt und müssen sich einer Zuchtzulassungsprüfung stellen.
Auch während der Aufzucht müssen gewisse Vorschriften eingehalten werden. So müssen die Welpen regelmäßig gewogen und entwurmt werden. Bei allen Welpen wird mittels AEP ein Gehörtest durchgeführt, sie werden geimpft, gechipt, und bekommen vom Verband Papiere ausgestellt. Vor dem Verkauf der Welpen nimmt der zuständige Zuchtwart den Wurf ab. D.h. er prüft, ob alle Welpen das vorgegebene Abgabegewicht erreicht haben, schaut sich den Zustand der Welpen insg., der Mutterhündin und der Zuchtstätte an.

Natürlich sind die Welpen bei einem solchen Züchter teurer, als ein Welpe aus einer Stall-, Zwinger- oder "Familienaufzucht". Bei den Letzteren wird bis auf bei wenige Ausnahmen nicht solch ein Aufwand betrieben. Dort kann es dem Käufer passieren, dass er einen schwerkranken Welpen kauft, der anschließend im 1. Lebensjahr locker das doppelte eines im VDH gezogenen Welpenpreises an Tierarztkosten kostet. Oftmals bekommen Welpenkäufer auch einen tauben Hund untergeschoben - siehe Ayla, dem ehemaligen Besitzer ist es genauso ergangen. Die Aussagen, ich kann einen tauben Welpen erkennen, dass kann sein, aber selbst bei erfahrenen Züchtern passiert es schon einmal, dass sich ein Täubchen nicht so leicht zu erkennen gibt und erst die AEP Gewissheit verschafft. Zudem können halbseitig hörende Dalmatiner nicht erkannt werden, und auch den Hüftstatus der Elterntiere sieht man nicht ohne Röntgenbild. Sicher werben "Privataufzuchten ohne Papiere" mit einer liebevollen Aufzucht, günstigeren Preisen und oft können dort auch beide Elterntiere besichtigt werden. Jedoch bieten die wenigesten "Privataufzuchten" den Welpen alle notwendigen Impfungen, Wurmkuren und vor allem keinen anerkannten Gehörtest (AEP).

Die Papiere im VDH kosten nichts extra, diese müssen dem Käufer ausgehändigt werden. Hierbei ist es egal, ob ich einen Familien-, einen Ausstellungs- oder Zuchthund suche.
Reine Familien-/Liebhaberhunde, die einen zuchtausschließenden Fehler (z.B. eine Platte oder ein blaues Auge haben) werden zudem von den meisten Züchtern zu einem kleineren Preis abgegeben.

Der VDH und seine 4 Dalmatiner Vereine (DDC, CDF, DVD) und der DZGD stehen für eine kontrollierte Zucht. Natürlich findet man - wie überall - auch hier immer wieder auch schwarze Schafe. Daher im Folgenden ein paar Regeln, die man beachten sollte:

  • Ein guter Züchter hat Zeit für mich und meine Fragen.
  • Ich kann diesen auch schon vor dem Wurf besuchen.
  • Seine Hunde sind gepflegt, kontaktfreudig und verträglich, denn sie sind Vorbild für die Welpen.
  • Gibt es auch alte Hunde oder wo befinden sich diese? Fragen sie!
  • Wie steht der Züchter zu Problemen in seiner Zucht? Geht er damit offen um?
  • Wo wachsen die Welpen auf? Optimal ist die unmittelbarer Nähe mit menschlichen Kontakt.
  • Haben die Welpen abwechslungsreiche Beschäftigungsmöglichkeiten und lernen sie verschiedene Umweltreize (Alltagsgeräusche drinnen und draußen) kennen?
  • Ein guter Züchter, freut sich über regelmäßigen Besuch und möchte auch später den Kontakt beibehalten.
  • Dieser fragt sie auch, genau wie im Tierschutz üblich, über ihre persönlichen Verhältnisse aus, um zu erfragen, ob einer seiner Welpen zu ihnen passt.
  • Ein guter Züchter gewährt Einblick in alle Unterlagen und Untersuchungsergebnisse seiner Hunde, auch der vorherigen Würfe.
  • Er berät sie ausführlich und gibt von sich aus Tipps zur Pflege, Fütterung und Erziehung. Er bietet auch jederzeit seine Hilfe bei Problemen an.
  • Bei einem guten Züchter bekommen sie keinen Welpen vor der 8. Lebenswoche (da es nach dem Tierschutzgesetz verboten ist, einen Welpen früher von der Mutterhündin zu trennen).

Daher: bevor Sie sich einen Welpen kaufen, schauen Sie sich die Zuchtstätte und die Mutterhündin an! Hinterfragen sie!

Bitte kaufen Sie keinen Welpen auf einem Markt, auch wenn die Tiere noch so süß oder bemitleidenswert sind!

Bitte kaufen Sie bei keinem Händler, der viele Rassen hält oder gewerblich Welpen verkauft!

Bitte kaufen Sie keinem Welpen aus einer Stall- oder Zwingeraufzucht. Diese Welpen haben keine Prägung - Sozialisierung!

Mit einem solchen Kauf unterstützen Sie das Elend von Mutter und Welpen!

Die Mutterhündinnen solcher Welpen sehen so aus wie Chablis. Sie werden in der Regel von der ersten Läufigkeit an belegt und bekommen 2x im Jahr Welpen, bis sie körperliche Wracks sind. Seelische Wracks sind sie schon nach kurzer Zeit. Sie Leben meistens in großen Scheunen oder Zwingeranlagen, ohne menschliche Zuneigung, ohne entsprechendes Futter, ohne ärztliche Versorgung, sie kennen keine Sauberkeit, ihre Welpen werden ihnen je nach Nachfrage zwischen der 4. - 6.  Woche viel zu früh weggenommen. Denn, je eher die Welpen entfernt werden, desto schneller werden die Hündinnen wieder läufig.

Jeder der aus solcher Vermehrung (Zucht ist etwas anderes) einen Welpen kauft, egal aus welcher Motivation, fördert das Elend der Hündinnen!

Hier noch ein Link zu einer Seite, auf der ebenfalls von Hündinnen berichtet wird, die ein ähnliches Schicksal haben: Hinsehen statt Wegschauen

 


Lilly

 

Auch unsere Lilly wurde als "Wurfmaschine" mißbraucht:

Wenn Sie hierzu weitere Fragen haben oder nicht genau wissen, wo und wie Sie sich einen Welpen kaufen sollen, dann fragen Sie bei uns nach:

SOS-Dalmatinerrettung
Nicole Breitholz
Tel. 02683-947676

info@sos-dalmatinerrettung.de

 


Dino


 

Dino ist ein Stellvertreter für die "andere" Seite einer unseriösen Hundezucht. Während unsere Lilly als "Wurfmaschine" mißbraucht wurde, stammt Dino aus einem solchen Wurf. So wie Dino ergeht es vielen Welpen vom Vermehrer, die keine entsprechende Prägung und Sozialisierung erhalten haben. Hier haben seine Besitzer ihre bisherige Geschichte mit Dino niedergeschrieben.