Odin der 3. ist vermittelt

Bisher hatten wir Unkosten in Höhe von 1.340,58 Euro. Dem stehen Spenden in Höhe von 495 Euro gegenüber.

Vielen Dank an Torben B., Susanne B., Heike M., Franziska B.

Stand 12.06.2021

Juni 2021

In der Pflegestelle

aktuelles Bild

Der erste Abend als er aus der Klinik kam

Nach der Klinik

Kurz vor seinem Klinikaufenthalt

1 Tag nach der Übernahme

 

 

 

 

 

 











Odin der 3. ist ein weiß-schwarzer am 23.07.2015 geborener, kastrierter Dalmatinerrüde.

update 29.07.2021: Odin hat nun seine Menschen mit Rudel gefunden und durfte endlich in sein neues Zuhause umziehen. Er lebt nun gemeinsam mit einem Beaglerüden und einer Chihuahuahündin zusammen. Die Hunde bilden schon jetzt ein tolles Team: Odin organisiert die Kekse - Angelo (der Beagle) frisst sie ;-)

Den Kosten- vs. Spendenstand aktualisieren wir, sobald uns die noch ausstehenden Rechnungen vorliegen.


update 03.06.2021: Odin ist über die gesamte Zeit bisher Anfallsfrei. Die Medikamente wurden und können daher weiter reduzoiert werden. Zudem wurde er am 28.05. kastriert und hat die OP ohne Komplikationen überstanden. Er hat sich danach ausgiebig ausgeschlafen und ist nun wieder top-fit.


update 01.02.2021: Odin ist weiterhin Anfallsfrei und entwickelt sich sehr gut. Daher ist er nun auf der Suche nach einem neuen Zuhause.

Odin kann ist verträglich mit allen Hündinnen - egal, ob groß oder klein. Rüden sind nicht sein Fall. Die gehen nur, wenn sie nicht wissen, dass sie Rüden sind. Zur Zeit hat er noch Schwierigkeiten die Mimik von anderen Hunden richtig zu deuten, aber das wird schon besser. Das ist aber bei seiner Vorgeschichte kein Wunder, denn er hatte bis vor kurzem keinen Kontakt zu anderen Hunden.

Er kann durchaus alleine bleiben, aber wenn dann nicht länger als 4 Std am Stück und vorzugsweise in einer Box, weil er sonst nicht zur Ruhe kommt und eventuell etwas zerstört. (Er schreddert gerne Papier, wenn ihm langweilig ist.) Deshalb sollte man bevor man das Haus verlässt genügend Zeit einplanen, um ihn vorher ausreichend auszulasten.

In Hinblick auf seine Erkrankung ist wichtig, dass er seine Medikamente ausnahmslos immer zur selben Zeit bekommen muss. Ansonsten muss man auf nichts Besonderes achten. Die Kosten für die Tabletten belaufen sich aktuell auf ca. 110 Euro im Monat.

Seine Pflegestelle schreibt:

Odin ist wie ein ganz normaler, junger Hund, dem man absolut nicht anmerkt, dass er krank ist. Er hat einen sehr ausgeprägten Bewegungsdrang, welcher auch möglichst gut ausgelastet sein muss, damit er Zuhause gut "runterfahren" kann. Wenn er nicht ausgelastet ist, fängt er an zu jammern und fordert seine Bewegung ein.

Er hat nicht wirklich einen Jagdtrieb. Allerdings geht er Fährten suchen, wird dann teilweise sehr kopflos und reagiert erst nach dem 5. Mal Rufen. Aber er kommt zurück. Wenn man die richtigen Leckerlies mit hat sowieso immer :-)

Woran wir gerade aktiv am Arbeiten sind, ist dass er aufhört Autos "jagen" zu wollen bzw. sie nicht angeht, wenn eines vorbei gefahren kommt. Wenn man ihn absetzt, ihn ablenken kann und wartet bis es vorbei gefahren ist, geht es mittlerweile Recht gut. Ich werde ihn die nächsten Tage Mal mit in die Stadt nehmen und da auch anfangen mehr mit ihm zu machen.

Leinenführigkeit funktioniert sehr gut. Er läuft bei Fuß, wenn er denn wirklich muss (welches er durchaus noch ein 2. Mal hinterfragt). Da er sich im Moment noch nicht so gut konzentrieren kann, muss man ihn öfters an seine Regeln/Grenzen erinnern aber das macht ihm nichts aus bzw. er ist absolut nicht nachtragend.

Seine Lieblingshobbies sind Radfahren/joggen gehen/ wilde Raserei mit anderen Hunden (Hündinnen), hinter Bällen hinterher rennen (Apportieren muss er noch lernen). Er hat mich auch schon zum Pferd begleitet. Das ist noch ausbaufähig, aber klappt ganz gut, wenn er sich erstmal zurechtgefunden hat. Ich könnte mir vorstellen, dass er auch Spaß am Zughundesport haben könnte.

Odin sucht ein Zuhause, wo nach Möglichkeit immer jemand Zuhause ist oder wo er seine Menschen auf die Arbeit begleiten kann. Es wäre schön, wenn eine souveräne Hundepartnerin an seiner Seite wäre, an der er sich orientieren kann. Er muss noch viel lernen, daher sollten Kinder schon älter sein. Katzen und Kleintiere sollten nicht vorhanden sein.




update 13.01.2021: Odin hatte seine Nachuntersuchung, die im Großen und Ganzen zufriedenstellend verlaufen ist. Ein Laborwert für die Anfälle fehlt noch. Er hat seitdem er umgezogen ist 2,5 kg zugenommen. Die Dosis an Cortison wird versucht zu verringern, ob es klappt werden wir erst nach ein paar Tagen sehen.

Die Diagnose und Prognose der Tierklinik Lüneburg lautet: Bei Odin wurde eine Meningoenzephalitis (GME) im Nov. 2020 diagnostiziert. Da die Untersuchung auf Infektionserreger negativ war, handelt es sich um eine autoimmune Ursache. Bei der GME (Granulomatöse meningo-Myeloenzephalitis) ist die Prognose vorsichtig bis schlecht. Diese Krankheit ist lebensbegrenzend. Es gelingt nur selten eine vollständige Heilung. Im überwiegenden Anteil der Fälle kann ein Herunterbremsen der Erkrankung durch Immunsuppressive Therapie eine mittel- bis langfristige Kontrolle der Erkrankung erzielen- was mit einer guten Lebensqualität der Patienten einher geht. Die immunsuppressive Therapie muss neben der gewünschten Hauptwirkung = "Kontrollieren der Erkrankung" auch im Hinblick auf ihre Nebenwirkungen durch klinische und Laboruntersuchungen überwacht werden. Rückfälle kommen vor und können meistens durch erneute Dosiserhöhung wieder kontrolliert werden. Da bei Odin die GME zu Clusteranfällen geführt hat bekommt er zusätzlich (vermutlich dauerhaft) Epilepsie-Medikamente.

Wir berichten weiter.

update 23.12.2020: Odin hat sich zunehmend weniger mit dem vorhandenen Rüden vertragen, daher ist er am Sonntag zu Christina mit Luna gezogen.
Im Mädels-Haushalt findet er sich deutlich besser ein.
Aktuell bekommt er kein Antibiotika mehr, sondern nur Luminal wegen der Epilepsie. Er hatte keinen weiteren Anfall.
Odin ist immer noch untergewichtig. Sobald er etwas besser drauf ist, wird er kastriert. Er reagiert sehr hormonell reagiert und das kostet ihm zusätzlich Kraft, die er aktuell nicht hat. Im Januar steht die nächste Nachuntersuchung an und dann schauen wir weiter.

22.11.2020: Wir haben Odin aus finanziellen Gründen seiner Besitzer übernommen. Seine Besitzer wurden gebeten ihn sich anzuschauen, da sie schon immer Tieren in der Not geholfen haben. Eigentlich war es nicht geplant, ihn mitzunehmen. Aber da er in so einem schlechten Zustand war, blieb nichts anderes übrig. Durch mehrere Tierarzt-/Tierklinik-besuche beliefen sich die Kosten schnell auf über 2.000 Euro. Er war über mehrere Tage in der Tierklinik Lüneburg stationär aufgenommen. Daher, als man von uns erfuhr, bat man uns um Hilfe. Zu Odin berichten die Besitzer selber. Aktuell stehen noch Untersuchungen nach der Ursache aus, die auch über Odins Zukunft entscheiden werden. Odin kam als Notfall zu mir, in der Hoffnung in aufgepäppelt glücklich vermitteln zu können.
Odin wurde mir als Epileptiker übergeben. Er hauste vereinsamt, war abgemagert und kannte von der Welt nichts. Ich lernte ihn als sehr freundlich und wissbegierig kennen. Odin musste lernen, sich in der Wohnung zu benehmen, denn er wusste nicht, das Hunde nichts auf dem Esstisch zu suchen haben, oder die Blumen gießen müssen, sowie einem das Essen aus der Hand klauen, sich nicht gehört. Er lernte zügig und hatte Spaß daran. Leider gestaltete sich das Leben mit ihm und meinem Rüden als schwierig, so dass ich sie getrennt von einander halten musste.
Odin hatte immer mal wieder kleinere Clusterkrämpfe, die durch meinen Tierazt behandelt wurden. In der Nacht vom 30.11 kam er trotz Notfall-Medikamentnicht nicht mehr aus seinen Krämpfen raus, weshalb wir ihn dann in die Tierklinik brachten. Nach einigen Untersuchungen stellte sich dort dann heraus, dass Odin eine Auto-Immun bedingte Hirnhautentzündung hat. Er wurde dort gut behandelt, so dass er nach einer Woche wieder nach Hause durfte. Durch Facebook kam ich in Kontakt mit Frau Breitholz, welche mir direkt ihre Hilfe anbot.



Bei der Abholung von den Vorbesitzern