Neo - jetzt Dixon - ist vermittelt













 

 

 

 

 


 

update 03.09.2017: Dixon hat das Wasser für sich entdeckt und hat Frauchhen glücklich gemacht:

Hallo, wir waren eben mit den Hunden am Weiher. Diesmal war Dixon auch ganz viel im Wasser beim letzten Mal war er noch etwas verhalten. Hat im richtig Spaß gemacht, er hat sich so gefreut, hast du ihm richtig angesehen beim durch das Wasser hüpfen. Er hat sogar an der Langlaufleine so genial gehorcht, dass ich ihn frei laufen ließ. Hat sich super an den anderen beiden orientiert und weit rausschwimmen tut keiner von denen. Nur Stöckchen holen und wieder zurück.
Und als er nicht mehr konnte, hat er ein Päuschen gemacht und zugesehen??


Aber es war am Anfang nicht immer leicht. Daher hier noch ein Bericht über die erste Zeit:

Als mein kleiner Stinker ankam musste ich feststellen, dass er wirklich gar nichts kannte. Simple Haushaltsgegenstände wie Regale, Tische, Stühle etc. haben ihn furchtbar erschreckt, so dass er sich nur sehr, sehr zaghaft daran vorbei traute. Die Tatsache, dass meine 6-jährige Hündin Betsy ihm vormachte wie bequem so eine Couch ist und meine gelungene Bestechungsaktion die aus 3 Stunden Dauerstreicheln während der Heimfahrt bestand haben ihm darauf aber schonmal rasch ein Wohlfühlplätzchen finden lassen.

Die beiden Hunde hatte ich vor der Tür einander vorgestellt und es war sofort Liebe auf den ersten Blick. Betsy umsorgt ihn seit Tag 1 liebevoll und Dixon orientiert sich stark an ihr, ihr Verhalten ist sein fehlendes Gehör, er kopiert es sehr häufig. Auch auf mich hat er sich glücklicherweise total eingeschossen und vertraute mir sofort wenn ich ihn beiwinkte. Er ist ein gewitzter Kerl und wir zwei kommen klasse mit Winken und Körpersprache zurecht, auch Lichtzeichen funktionieren gut .Wenn wir spielen ist er typisch Junghund, springt auf mir herum, spielt mit mir Flitzen, Bällchen etc. Da kann man seine Vergangenheit schonmal vergessen. Er ist tierisch verschmust und mein Schatten. Er bleibt immer in meiner Nähe, das gibt ihm Sicherheit.

Doch es dauerte einige Wochen bis er sich tatsächlich ohne zu huschen durch sein neues zu Hause bewegte, bis ihm klar wurde, dass Möbel keine Gefahr darstellen. Anders verhielt es sich mit dem TV. Mehrmals am Abend sprang er von der Couch und stürzte hinaus wenn sich jemand mit schnellen, oder drohenden Gesten bewegte. Das fiel mir auch auf wenn ich mich mal ungeplant rasch bewegte. Sofort ging er in eine Duckhaltung, was mich leider vermuten lässt, dass er früher auch misshandelt wurde.

Dennoch schien er sich zu Hause relativ fix sehr wohl zu fühlen. Glücklicherweise ist er eine Frohnatur und unheimlich neugierig.

Ganz anders war das und ist es auch immer noch mit anderen Menschen. Da ich berufstätig bin und meine Familie gegenüber wohnt, betreuen sie in meiner Abwesenheit meine Tiere. Dies gestaltete sich allerdings sehr schwierig, denn er hätt panische Angst vor anderen Menschen, verwandelt sich regelrecht in ein Fluchttier. Er pinkelt und kotet sich ein sobald ihm jemand zu nahe kommt. Bis heute müssen wir hieran auch nach Monaten noch intensiv arbeiten. Mittlerweile darf meine Mutter ihn anfassen, anleinen, füttern und kraulen. Bei meiner Schwester ist immerhin anfassen und manchmal mit Leckerchen bestochen werden drin. Dennoch bleibt er die meiste Zeit lieber auf Abstand.

Wenn Besuch da ist, dann versteckt er sich. Bei meiner Familie im Haus versucht er permanent alles im Auge zu haben, erschreckt viel aber immerhin kotet er sich mittlerweile nicht mehr ein. Meine Nichten dürfen ihn ab und an berühren doch auch nur Sekundenweise. gehen wir auf die Straße zum Spazieren und es läuft auch nur jemand auf der anderen Straßenseite haut er die Bremse rein und versucht zurück nach Hause zu rennen. das hat sich nach wie vor nicht gebessert, doch habe ich herausgefunden, dass er zu Menschen die nach Hunden riechen etwas zutraulicher ist, und immerhin versucht von weitem an ihnen zu schnuppern. Die Neugier ist wohl doch größer als die Angst. Generell verträgt er sich super mit anderen Hunden.

Aber wieder zum Betreuungsproblem, da er anfänglich so große Angst hatte bei meiner Familie und sie ihn nicht mal rauslassen konnten, tauschten wir die Lokation. Die Hunde blieben zu Hause und meine Familie kam vorbei um sie hier zu betreuen und zumindest in den Garten zu lassen. Auch hier bedurft es einiger Tricks, denn war er einmal draußen, traute er sich natürlich nicht mehr herein.

Auch hier hatten wir einiges an Arbeit bis er ihnen soweit vertraute um wenigstens an ihnen vorbei zu laufen.

Zudem gefiel ihm das allein sein nicht allzu gut. Diverse Male pinkelte er, auch wenn ich nur fünf Minuten das Haus verließ, und zerstörte alles was er gerade fand.

Hier kann ich sagen, hat mir Betsy sehr geholfen. Denn kaum war die Haustür geschlossen, Dixon dementsprechend unterwegs zu seiner nächsten Schandtat hörte man Betsy drinnen mit ihm schimpfen (immer wieder amüsant dieser Meckerton!) und so erledigte sich auch dieses Thema schon nach wenigen Monaten.

Dennoch war der Anfang alles andere als leicht, und ich war mehr als einmal am Verzweifeln. Doch Dixon hat so ein gutes Herz und wenn er dich mit seinen wunderschönen Bernsteinaugen angafft kannst du nichts anderes tun als ihn lieben.

Fazit: Es ist noch einiges an Arbeit und ich schätze, einige Dinge wie die Angst vor Fremden wird nie weggehen, aber muss es auch nicht. Er hat hier seinen sicheren Hafen, mittlerweile ist unser Haus sein Schloss. Bis auf gelegentliche Erschrecker, wenn sich der Schrank mal wieder am Strecken ist oder der Esszimmertisch gähnt marschiert er wie selbstverständlich überall herum, selbstbewusst weiß er, hier passiert mir im Grunde nichts. Ab und an packt ihn natürlich der jugendliche Übermut und dann springt er wie ein Kaninchen auf mich zu, klaut den Schuh und schleppt ihn in den Garten, doch er will natürlich nur, dass Frauchen genug Bewegung bekommt. Er kann ein ganz schöner Frechdachs sein und hat den Schalk im Nacken doch mit einem guten Herzen.

So, ich glaub, das ist jetzt zwar etwas durcheinander aber ich denke dem Grunde nach sieht man, dass wir, zwar teilweise in Mäuseschritten aber dennoch, auf dem Weg der Besserung sind.

update 31.12.2016: Für Neo endet das Jahr 2016 mit einem Happy End: er darf in seiner Pflegestelle bleiben :-)

update 12.12.2016: Neo ist wie geplant am 9.12.2016 in Deutschland angekommen und hat seine Pflegestelle bezogen. Mit den vorhandenen Hunden klappt es bisher sehr gut und Pflegefrauchen ist ganz begeistert. Wir werden weiter berichten :-)

update 03.12.2016: Neo hat eine Pflegestelle mit Option auf Übernahme gefunden und kann am 9.12.2016 nach Deutschland reisen.

15.11.2016: Neo ist ein weiß- brauner, tauber, ca. Dezember 2015 geborener und kastrierter Dalmatiner Bub.
Neo ist ein lebensfroher, der aufgrund seiner Taubheit von seinen Besitzern in San Anton (Spanien) abgegeben worden ist: Sie konnten nicht mit seinem Handicap umgehen. Trotzdem haben sie Neo bis zur Abgabe konsequent und entschlossen erzogen und an die Leine gewöhnt.
Neo ist ein zuverlässiger, würdevoller Gentleman auf vier Beinen - immer motiviert und ziemlich verspielt. Die Tierschützer in Spanien beschreiben ihn als begeisterungsfähig, extrovertiert, freundlich, stabil, lebhaft, aktiv, neugierig, intelligent, unbeschwert und manchmal etwas ungestüm. Er will arbeiten, ist meistens gehorsam und zuweilen ein wenig dickköpfig. Neo ist ein Menschenfreund und wäre gerne ein festes, voll integriertes Mitglied seiner Familie. Entsprechend ist er natürlich nicht gerne alleine.
Im Umgang mit älteren Kindern ist Neo geduldig und gutmütig. Er schätzt Gesellschaft und beherrscht das typische Dalmatinerlachen. Gegenüber Artgenossen ist er sozial und durchsetzungsfähig. Sein Futter teilt er ungern mit anderen Hunden. Mit Katzen hat Neo keine Probleme.
Neo sucht nach einem Zuhause in dem er eine klare Führung bekommt. Er ist nicht schnell oder leicht zu beeindrucken, passt sich den unterschiedlichen Situationen unkompliziert an und fühlt sich entsprechend eigentlich überall wie zuhause.

Um Neo den Transport nach Deutschland zu ermöglichen, sucht Neo nach Paten, die einen Teil der entstehenden Kosten übernehmen möchten.